Roter Neon

Blick durch mein 300-Liter-Aquarium mit Roten Neons im Sonnenschein (2005).

Kürzlich habe ich ein faszinierendes Unterwasser-Video des Roten Neon gesehen. Vom Lebensraum des Roten Neon hatte ich bis dahin ganz andere Vorstellungen, denn ich dachte dabei eher an schattige Seitenarme des Rio Negro mit kaffeebraunem Schwarzwasser. Das Video zeigt aber einen ganz anderen Lebensraum des Roten Neon mit vielen  Fischen, die sich in klarem und lichtdurchflutetem Wasser tummeln. Offenbar liegt der „Lebensraum“ meiner Aquarien-Neons der Natur gar nicht so fern.

Dieses Video war der Anlass, um mich wieder einmal mit dem Roten Neon zu befassen und mehr über ihn in Erfahrung zu bringen.
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse sollte aber niemand vom folgenden Text erwarten. Ich habe nur die mir zugänglichen Fakten aus Literatur und Worldwideweb zusammengetragen und mit meinen eigenen Erfahrungen ergänzt:

Der Rote Neon

Systematik

Der wissenschaftliche Name des Roten Neon lautet Paracheirodon axelrodi. Die Erstbeschreibung stammt von Schultz aus dem Jahr 1956. Die Art gehört der Familie der Echten Salmler (Characidae) an und wurde früher auch den Gattungen Cheirodon, Hyphessobrycon und Lamprocheirodon zugeordnet. Cheirodon axelrodi, Hyphessobrycon cardinalis und Lamprocheirodon axelrodi sind Synonyme.

Der Blaue Neon und der Neonsalmler gehören auch der Gattung Paracheirodon an. Die drei Neon-Arten sehen sich also nicht nur ähnlich, sie sind auch tatsächlich nahe miteinander verwandt.

Mit dem Artnamen des Roten Neon wird der amerikanische Ichthyologe Herbert R. Axelrod geehrt. Der englische Name des Roten Neon lautet Cardinal Tetra.

Merkmale und Geschlechtsunterschiede

Der Rote Neon kann im Aquarium bis zu 50 mm Länge heranwachsen. Im natürlichen Lebensraum erreichen die Fische rund 25 mm Länge.

Der Rücken des Roten Neon ist dunkelgrau bis rötlich gefärbt. Von der Oberlippe über das Auge zieht sich ein Streifen hellblaue Strukturfarbe bis zum Schwanzstiel. In direktem Sonnenlicht kann der Streifen auch blau-grün schimmern. Unterhalb des blauen Streifens ist der Fisch durch Pigment intensiv rot gefärbt. Lediglich die Bauchunterseite ist transparent-silberweiß. Die Flossen sind farblos und transparent. Rücken- und Afterflosse können weiße Spitzen aufweisen. Die Tiere verfügen über eine Fettflosse.

Weibliche Tiere (s. Abb.) sind etwas fülliger und hochrückiger. Die männlichen Fische weisen an der Unterseite des Schwanzflossenstiels kleine Plättchen auf.

Es sind auch Rote Neons mit abweichender Färbung bekannt, z.B. „Albino Gold„.

Verbreitung und Lebensraum

Natürliche Vorkommen des Roten Neon finden sich in Südamerika in Brasilien, Kolumbien und Venezuela in den Zuflüssen des oberen Orinoco und im Río Negro-Einzugsgebiet oberhalb der Einmündung des Río Branco, etwa im Raum der Flüsse Río Araçá, Río Demini, Río Jufari und Río Vaupés (Verbreitung in Google Earth anzeigen).

Es werden Nebenflüsse, Bäche, Seen und Tümpel in Sümpfen und Wäldern bewohnt. Die Ufer der Gewässer weisen in der Regel einen dichten Bewuchs mit Bäumen auf. Während der jährlichen Überschwemmungen wandern die Fische in überflutete Waldflächen ein.
Der Rote Neon soll auch in Flachwasserzonen zwischen Wasserpflanzen vorkommen. Bereiche mit starker Strömung werden gemieden.

Das Wasser im Lebensraum des Roten Neon ist weich und mehr oder minder sauer. Der Gehalt von Magnesium- und Calcium-Ionen ist sehr gering (< 0,2 mmol/Liter). An Fangplätzen des Roten Neon im Rio Negro-Einzugsgebiet wurden Leitfähigkeiten von weniger als 10 µS/cm² bis 25 µS/cm² gemessen.
Der pH-Wert liegt zwischen 3,4 und 5,8, allerdings eher im unteren Bereich dieser Spanne. Der Rote Neon kommt im Schwarzwasser und im Klarwasser vor. Die Wassertemperatur umfasst den Bereich von 22 bis 29 °C.

Es gibt ältere Berichte darüber, dass der Rote Neon auch in Gewässern der Stadt Manaus und sogar am unteren Amazonas vorkommen soll. Aktuelle Belege dazu gibt es offenbar nicht. Vermutlich verhindern die speziellen Ansprüche an die Wasserbeschaffenheit und die auffällige Körperfärbung die Ausbreitung des Roten Neon in andere tropische Gebiete.

Lebensweise und Fortpflanzung

Der Rote Neon lebt bodennah in lockeren Trupps von einigen Dutzend Individuen. Große Schwärme bildet er nicht. Er sucht seine Nahrung über Falllaub, zwischen Wurzeln und im Wasser liegenden Totholz sowie auf untergetauchten Blättern in überschwemmten Wäldern. Gelegentlich wird Nahrung auch von der Wasseroberfläche aufgenommen.
Die Fische sind karnivor. Im Magen untersuchter Exemplare fanden sich vor allem verschiedene Kleinkrebse und Insektenlarven von Zweiflüglern. In geringen Mengen werden auch Algen gefressen.

Die Laichzeit dauert von Februar bis April, wenn der Wasserstand der Flüsse zu steigen beginnt. Der wildlebende Rote Neon bringt jährlich nur eine Generation hervor. Gery vermutet Nahrungsmangel als Ursache hierfür. Die Tiere werden zudem meist nicht älter als 1 Jahr, wogegen die maximale Lebenserwartung im Aquarium 5 Jahre beträgt. Nach anderen Quellen sollen die Fische sogar bis zu 10 Jahre alt werden können.

Wirtschaftliche Bedeutung

Rund 80% der im Rio Negro-Einzugsgebiet gefangenen Zierfische sollen Rote Neon sein. Jährlich werden 12-15 Millionen Tieren exportiert. Im Verbreitungsgebiet haben sich Zentren des Neon-Fangs entwickelt, zum Beispiel im brasilianischen Barcelos. Die Existenz vieler Menschen dort hängt vom Fang und Export des Roten Neon ab.
Der Rote Neon gilt als beliebtester Zierfisch weltweit, wenn man die Zahl der verkauften Fische als Maßstab nimmt.

Haltung im Aquarium

In dem vom BMELV in Auftrag gegebenen Gutachten über Mindestanforderungen für die Haltung von Zierfischen findet sich auch der Rote Neon.
Akzeptabel ist nach diesem Gutachten die Haltung von mindestens 5 Roten Neons in Wasser mit weniger als 15°dGH und einem pH-Wert von 4,5 bis 8,0 bei einer Temperatur von 24 bis 30 °C. Zur Haltung soll ein handelsübliches Aquarium mit einer Kantenlänge ab 60 cm ausreichen.

Der Rote Neon kann im Aquarium mit einer Kombination aus Flockenfutter und verschiedenen gefriergetrockneten Futtertieren (FD-Futter) ernährt werden. Zur Vorbereitung von Zuchttieren eignen sich gefrostete schwarze oder rote Mückenlarven, die schnell zum Laichansatz führen.

Bei der Einrichtung kann mit hellem feinem Sand, Wurzelholz und Blättern der Lebensraum der Tiere nachgeahmt werden. Ein dunkler Bodengrund ist besser geeignet, um die Farben der Fische optimal zur Geltung zu bringen. An Pflanzen vergreift sich der Rote Neon nicht, weshalb er gut für Aquarien geeignet ist, deren Schwerpunkt auf empfindlichen Wasserpflanzen liegt.

Besonders schön wirkt ein größerer Schwarm in einem eher mäßig besetzten Aquarium. Die Neigung zur Schwarmbildung nimmt nach der Eingewöhnungsphase deutlich ab. Nur bei Beunruhigung schließen sich die Tiere dann wieder zu einem Schwarm zusammen.
H. J. Mayland und H. Hirsch empfehlen den Roten Neon zur Vergesellschaftung mit Diskusfischen. Große Skalare oder Diskusfische können diesen kleinen Fisch aber als Futter betrachten.

Krankheiten

Bei guten Haltungsbedingungen sind Erkrankungen des Roten Neon selten.
Fast immer werden Krankheiten mit Neuzugängen ins Aquarium eingeschleppt oder sie treten dann auf, wenn gesunde Neons in verseuchte Aquarien umgesetzt werden.
Beim Roten Neon habe ich Infektionen mit den Einzellern Ichthyophthirius multifiliis und mit Pleistophora hyphessobryconis erlebt.

Ichthyophthirius multifiliis lässt sich mit einem Maßnahmenbündel (Medikament, Temperatur, extra Futter) gut behandeln, wenn man nicht lange auf eine Spontanheilung der Fische wartet.

Bei Befall mit Pleistophora hyphessobryconis ist die Prognose dagegen schlecht. Erkrankte Fische verendeten immer und die Erkrankung ist zudem sehr ansteckend. Effiziente Medikamente gegen den Parasiten gibt es nicht. Erkrankte Tiere sollten besser getötet werden, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren und die übrigen Tiere zu retten.
Befall mit Pleistophora hyphessobryconis wird auch als „Neonkrankheit“ bezeichnet. Es werden aber auch andere Fischarten von diesem Parasiten befallen, er ist nicht auf Neonfische beschränkt.

Professionelle Zucht

Die Nachzucht des Roten Neon galt lange als problematisch und unwirtschaftlich. Im Jahr 1980 schrieb U. Baensch, dass der Rote Neon selbst von erfahrenen Zierfischzüchtern kaum mit nennenswertem Erfolg nachgezüchtet wird.
Heute wird der Rote Neon in Europa professionell gezüchtet. Ein Schwerpunkt der kommerziellen Nachzucht liegt in Tschechien, aber auch in Deutschland wird der Fisch nachgezogen.

Hobbyzucht

Ich werde kurz von meinen Erfahrungen und Vorgehen bei der Nachzucht berichten. Meine Ausbeute bei 2 erfolgreichen (von 4) Zuchtansätzen war mit etwa 20 aufgezogenen Tieren eher bescheiden. Das Folgende ist deshalb primär ein Erfahrungsbericht und keine Anleitung zur optimalen Zucht. Wer Rote Neons züchten möchte, der sollte auch die Links ganz unten am Ende dieses Beitrages nutzen.

Gut vorbereitete Zuchttiere mit frischem Laichansatz, sauberes mineralarmes Wasser, Hygiene und die Verfügbarkeit von feinem lebendem Erstfutter sind entscheidend für die Nachzucht des Roten Neon. Bekommt man alles auf die Reihe, dann ist die Nachzucht kein Hexenwerk.

In einer älteren Ausgabe der DATZ hatte ich eine Bauanleitung für ein Zuchtaquarium gefunden. Ich habe mir dann ein ähnliches Aquarium zur Zucht des Roten Neon gebaut. Grundlage hierfür war ein Standard-Glas-Aquarium mit den Abmessungen 60 x 30 x 30 cm (54 Liter Inhalt). Innen wurden Leisten aus Glas zur Befestigung eines Laichrostes mit Silikonkleber befestigt. Den Laichrost habe ich mir – mangels anderer geeigneter Materialien – aus einem weitmaschigen und derben Gardinenstoff gefertigt, den ich dann auf einen Kunststoff-Rahmen gespannt habe. Die Seitenwände wurden mit selbstklebender schwarzer Kunststofffolie verdunkelt. Weitere technische Einrichtungen waren ein passender Stabheizer und ein luftbetriebener Filter mit einer Schaumstoffpatrone.

Zur Zucht habe ich Osmose-Wasser mit einer Leitfähigkeit von weniger als 10 µS/cm² benutzt. Nach dem Befüllen des Aquariums habe ich ein Säckchen mit Weißtorf in das Aquarium gehängt, wodurch der pH-Wert des Wassers drastisch absackte und die Leitfähigkeit wieder etwas anstieg. Das Aquarium wurde dann für einige Tage mit Filter und Heizung betrieben. Die Temperatur wurde auf 27 °C eingestellt. Vor dem Einsetzen der Zuchtiere habe ich das Torf-Säckchen wieder entfernt.

Die Wasserbeschaffenheit bei dieser Nachzucht ist für Aquarienverhältnisse ziemlich extrem und der Laich zudem sehr empfindlich. Aus diesem Grund sollte man das Hantieren im Zuchtwasser am besten ganz unterlassen, um nicht Anhaftungen und Mikroorganismen ins das Aquarium zu bringen.

Die etwa 5 bis 10 Zuchtfische wurden einige Wochen vor dem beabsichtigten Ansatz mit gefrosteten Mückenlarven gefüttert, um einen guten Laichansatz zu erzielen. Ich habe die Tiere vom Gesellschaftsaquarium in das Zuchtaquarium gegeben, wenn das Ablaichen unmittelbar bevorstand. Anhand der verstrichenen Tage vom letzten Ablaichen und der Leibesfülle der weiblichen Fische kann man den richtigen Zeitpunkt ungefähr abschätzen..
Das ist der schwierigste Punkt der Nachzucht. Sind die Fische erst in das Zuchtaquarium umgesetzt, so kann nicht mehr gefüttert werden, weil das den Ansatz zunichte machen würde. Laichen die Tiere dann in 3-4 Tagen doch nicht ab, so war die Arbeit umsonst. Wartet man dagegen zu lange mit dem Umsetzen, dann wird im Gesellschaftsaquarium abgelaicht oder gar nicht.

Die Eier und Larven des Roten Neon sind winzig und farblos. Nach dem Schlüpfen sieht man die Larven im Schein einer Taschenlampe wie kleine Glassplitter am Boden des abgedunkelten Aquariums liegen.

Als Erstfutter habe ich Pantoffeltierchen verwendet. Schon nach wenigen Tagen können aber Artemia-Nauplien gefressen werden. Später wird dann problemlos feinstes Flockenfutter gefressen. Die Aufzucht ist unproblematisch, sobald die Roten Neons frei schwimmen und Artemia fressen.

Man kann sicherlich eine Menge Kritik über dieses Vorgehen hier ausschütten:
Die Zuchttiere werden abrupt einem vollkommen anderen Wasser ausgesetzt, was die Tiere und den Laich belastet. Es gibt auch Berichte, wonach die Jungfische schon zu Beginn kleinste Artemia-Nauplien fressen können. Die Pantoffeltierchen hätte man sich deshalb vielleicht sparen können. Auch die Abdunkelung soll zur Zucht des Roten Neon nicht unbedingt nötig sein. Weiter wird sogar empfohlen, dass man bis zu 10 Tage auf das Ablaichen der angesetzten Fische warten solle etc. …

Ich habe all das nicht ausprobiert, weil mir die Nachzucht einer Fischart schnell langweilig wird, wenn es einmal geklappt hat.

Laichverhalten

Das Laichverhalten kann man im Gesellschaftaquarium eher selten beobachten. Die Tiere führen einen charakteristischen „Zick-Zack-Tanz“ vor. Am Ende des Tanzes presst sich das Fisch-Paar eng aneinander, wobei Eier und Spermien ausgestoßen werden. Die Eier fallen auf den Boden und entwickeln sich dort.

Ein ähnliches Verhalten zeigt der Neonsalmler beim Ablaichen:

Mehr Infos:
Dr.Vladko Bydzovsky zu Ökologie und Nachzucht des Roten Neon
Roter Neon im Zierfischverzeichnis mit übersichtlicher Verbreitungskarte
Roter Neon bei fishbase.org
Roter Neon in der deutschen Wikipedia
Cardinal tetra in der englischen Wikipedia
Roter Neon bei scalare-online.de
H. A. Baensch, R. Riehl: Aquarienatlas, Mergus
H. Stallknecht: Man nennt sie Salmler, Tetra Verlag

Eibenholz im Süßwasseraquarium

Im Winter 2008/2009 habe ich einige Äste einer frisch gefällten Eibe in zwei meiner Aquarien eingebracht.

Die Äste wurden zunächst an den Enden abgebrochen, denn Motorsägenschnitte sehen nicht so besonders natürlich aus. Eibenholz ist recht zäh, deshalb benötigt man zum Abbrechen dickerer Äste viel Kraft oder Hilfsmittel wie einen Schraubstock. Mit einer Bürste und kaltem Wasser habe ich die Äste sorgfältig gereinigt. Lose Rinde an den Astenden wurde mit einem Messer abgeschnitten. Abgekocht oder vollständig entrindet wurden die Äste nicht.

Einige Wochen nach dem Einbringen in die Aquarien bildete sich flaumiges, weißes Mycel auf der Rinde, wobei vor allem die Schnittstellen der Rinde an den Astenden betroffen waren. In dieser Zeit wurde die Schicht lebender Zellen, die Holz und Rinde verbinden (Kambium), durch Pilze zersetzt. Dieser Fäulnisprozess hatte keine sicht- oder messbaren Auswirkungen auf die Wasserqualität. Leitfähigkeit und Nitratgehalt des Wassers zeigten die für meine Aquarien üblichen Werte. Vermutlich war die Holzmenge einfach zu klein im Verhältnis zum Wasserinhalt der Aquarien und dem regelmäßigen Wasserwechsel.

Nach einigen Monaten konnte die Rinde problemlos und ohne Hilfsmittel vom Holz gelöst werden. Das Holz hatte nach dem Entfernen der Rinde eine satt hellrote Farbe, die zu den wenigsten Aquarien passen dürfte. Später weicht das Hellrot aber einem dunklen Graubraun, was ganz attraktiv aussieht. Bis heute befindet sich das Eibenholz fast 3 Jahre unter Wasser und es hat nur wenig an Härte verloren.

Das Holz der Eibe ist von Natur aus sehr feinporig, dicht und frei von Harzkanälen. Diese Eigenschaften sind so ausgeprägt wie bei keiner anderen einheimischen Holzart. Sollten sich einheimische Hölzer also überhaupt für Dekorationszwecke im Aquarium eignen – was in Foren immer wieder diskutiert wird – dann würde ich das beim Eibenholz am ehesten erwarten. Die Giftigkeit der Eibe für manche Wirbeltiere steht nicht im Widerspruch zum Einsatz im Aquarium. Alle farbigen Hölzer wären so gesehen „giftig“, da sie eigens zu diesem Zweck vom Baum eigelagerten Stoffe enthalten, die hauptsächlich gegen Pilze gerichtet sind, aber durchaus Wirkungen auf Fische und Wirbellose im Aquarium haben können.

Das Wasser in meinen Aquarien mit Eibenholz ist übrigens weich und nur mäßig warm, 21-23 °C.

Das Eibenholz im Mai 2009
Das Eibenholz im Mai 2009.

Diskusfische fressen Grünalgen

Die Bilder zeigen junge Checkerboard-Diskusfische in meinem 300 Liter Aquarium, das zu dieser Zeit (2008) nur Sonnenlicht und kein Kunstlicht erhalten hat. Im Sommer wuchsen kurze Grünalgen als feiner Flaum auf den Speerblättern. Immer wieder konnte man die Diskusfische dabei beobachten, wie sie minutenlang die Algen von den Blättern zupften. Am grünen Kot der Tiere konnte man erkennen, dass hier wirklich nennenswerte Mengen Algen aufgenommen wurden.

Junge Diskusfische zupfen Grünalgen von Speerblättern

Die Diskusfische Ende März
Die selben Fische Ende Juli